Mittwoch, 3. Februar 2010

"Lobenswerte Eigenschaften nennen wir Tugenden." - Aristoteles

vielleicht bin ich elitär, vielleicht bin ich arrogant –

aber manchmal vermisse ich die kultur schon ein bisschen, und freue mich auf meine rückkehr unter zivilisierte menschen.


klar, die gibts auch hier, aber hin und wieder überkommt mich dann doch der ekel.


man begegnet zu oft studenten – und ich betone, das sind nicht die gesichter aus dem unterschichtenfernsehen, das sind studenten –


die wahlweise im fahrstuhl, auf offener straße oder in der umkleide rumrülpsen, sich gegenseitig ins gesicht furzen (heute noch gesehen/gehört/gerochen)... und auf dem klo die spülung nicht betätigen (zu faul?).


frauen, das schöne geschlecht, in so enger kleidung, das man detailliert den allgemeinspeck von den geschlechtsteilen unterscheiden kann, selbst wenn man frühmorgens um 8 halbblind über den campus läuft.


und wenn sie dann mal gut aussehen, husten sie ohne auch nur einen gedanken daran zu verschwenden, dass unter umständen nicht jeder an ihren bakterien interessiert ist. die hände sind ja auch schon mit dem handy beschäftigt.


in der mensa kommt dann schon fast ein bisschen nostalgie auf – so ein lärm war zu hause in der grundschule auch immer. zurufen über 20 tische hinweg, oder seine stimmung nur mal einfach per musik aus seinem handy offenbaren...alles ganz normal. (– remember: wir sind an einer uni)


dazu noch basketball. klar, nationalsport. in der sporthalle erkennt man basketballer daran, dass sie 2 unterhosen anhaben. die trainingshose hängt unterm arsch. die äußere unterhose hängt irgendwo in der mitte. und dann irgendwo darunter findet sich noch eine, wo der name auch der funktion entspricht. den sinn der sache verstehe ich bis heute nicht. klar, fashion. style. coolness. aber ist es wirklich so cool, wenn jeder deine unterhose sieht? noch dazu, wenn man dieses konstrukt ständig überwachen muss und immer mindestens eine hand damit beschäftigt ist, den sitz zu überprüfen?


klar, das gibts auch in deutschland, klar, das gibts auch in luxemburg – aber doch nicht in dem ausmaß, nicht an einer universität.


vielleicht verbinde ich mit studentsein immer noch eine gewisse erziehung, gute manieren, stil. vielleicht erwarte ich zu viel. vielleicht ist die amerikanisierung eher eine degenerierung.

vielleicht sollten wir an unseren tugenden festhalten

und vielleicht sollten wir den amis gürtel schenken.

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