Sonntag, 25. April 2010

freundschaft

JA, dieser blog geht immer mehr in richtung innenwelt und entfernt sich dementsprechend immer weiter von huntington, WV. dies ist eine konsequenz der tatsache, dass a) photo-uploads sich im blog sehr zeitaufwändig gestalten und b) alle photos eh bei facebook zu finden sind.
für alle diejenigen, die jetzt verärgert den kopf schütteln: tröstet euch, ich mache einen photoabend. nur für euch. mit kuchen.

die nachfolgenden zeilen haben ihren ursprung dann aber doch hier in huntington, konkreter: in meinen nachbarzimmern.


paare, täglich, studentenpaare, die streiten, kämpfen, in einer beziehung, abgekämpft. handgreiflich blaue flecken schreie tränen.
kann es nicht verstehen, nicht nachvollziehen.
dem menschen, den man so liebt, schaden? liebe? ist liebe nicht eher verwandt mit freundschaft? sollte liebe nicht langsam aus freundschaft, aus respekt, aus achtung und toleranz heranwachsen und am ende etwas erwachsenes, verständnisvolles darstellen? diskutieren, verstehen, lernen. unterschiedliche meinungen entdecken und akzeptieren. tolerieren anstatt zu negieren und verdammen.
sollte man nicht seiner liebe vertrauen? was bedeutet es für eine beziehung, wenn man nicht einmal verdachtlos mit freunden ausgehen kann? ist das liebe, ist das vertrauen? ist es ein vertrag mit seinem schlimmsten feind?
vertrauen, wie es gute freunde tun, anstatt zu verkrampfen. freiheit lassen und freiheit genießen.

wie kann man einen menschen lieben, wenn tagtäglich schwarze kampfeswolken die zukunft verdunkeln?

wieso seinen partner als eigentum betrachten und nicht als besten freund? beste freunde haben eine eigene meinung, einen eigenen kopf und einen eigenen tagesablauf. man freut sich über vorhandene kontaktpunkte, anstatt sich über fehlende zu ärgern. man weiß, dass der andere für einen da ist, auch wenn er gerade nicht da ist. man vertaut, anstatt zu misstrauen. man stiftet frieden, nicht streit.

Samstag, 17. April 2010

riesige vorfreude auf meine sommeralben - liebe zur liebe zur musik

Gysbert zu Knyphausen - Hurrra! Hurra! So nicht.

Scout Niblett - Calcination of Scout Niblett

Donnerstag, 15. April 2010

sonnenzeit

ich muss wieder einmal, nein, ich muss IMMER WIEDER die liebenswerte lisa zitieren:

hallo welt
ich bin wieder da
grau und weiß und grün
da seht ihr mich
verschlafen noch
aber irgendwie froh und glücklich
alles in allem
gelungenes leben
dankeschön.

mir geht es gut hier, immernoch. ich vermisse ein paar leute, und ich freue mich sehr auf das große wiedersehen anfang juni. na gut, mehr als ein paar leute. immer diese gefühlsduselei.
ich freue mich auf luxemburg, auf trier. auf themenpartys, und auch auf normale. auf das freibad, mit und ohne volleyball. am liebsten mit. auf schöne, unterhaltsame, tiefgründige, ironietriefende, grundehrliche diskussionen. über grundsätze und musik. literatur und weltschmerz.
auf die uni. ja, lach nur. auf die bibliothek. auf die luxemburger natur und die trierer kultur (café lübke, exhaus-theater, altstadt). auf euch alle, die diesen blog lesen.

der regen fliegt davon
die sonne hat ihn aufgesogen
sie ist stärker
viel stärker

Samstag, 27. Februar 2010

But what is the philosophy of this generation? Not God is dead, that point was passed long ago. Perhaps it should be stated Death is God.
Death waits for these things as a cement floor waits for a dropping light bulb.

Sonntag, 14. Februar 2010

2011

Glaubt nicht dem Hörensagen und heiligen Überlieferungen,
nicht Vermutungen oder eingewurzelten Anschauungen,
auch nicht den Worten eines verehrten Meisters;
sondern was ihr selbst gründlich geprüft und als euch selbst
und anderen zum Wohle dienend erkannt habt, das nehmet an.
[Buddha]

2010

O hochverehrtes Publikum,
sag mal: bist du wirklich so dumm, wie uns das an allen Tagen
alle Unternehmer sagen?
Jeder Direktor mit dickem Popo
spricht: „Das Publikum will es so!“
Jeder Filmfritze sagt: “Was soll ich machen?“
Das Publikum wünscht dieser zuckrigen Sachen!“
Jeder Verleger zuckt die Achseln und spricht:
„Gut Bücher gehen eben nicht!“
Sag mal, verehrtes Publikum:
Bist du wirklich so dumm?
Ja, dann…
Es lastet auf dieser Zeit
Der Fluch der Mittelmäßigkeit.
Hast du so einen schwachen Magen?
Kannst du keine Wahrheit vertragen?
Bist also nur ein Grießbrei-Fresser?
Ja, dann…
Ja, dann verdienst du es nicht besser.
Kurt Tucholsky

Donnerstag, 11. Februar 2010

suche: lektor & nahrungsberater

gerade die alten blogs nochmal durchgelesen...
und auf den einen oder anderen unerwünschten fehler gestoßen.
suche nun aktiv nach einem lektor.


davon abgesehen geht's jetzt gleich zum japaner. so alle zwei wochen verlangt der körper einfach nach nahrung, das ist wohl menschlich. das all-you-can-eat-prinzip in der mensa hat nämlich einen etwas unschönen nebeneffekt: oft gibts einfach nix was man so wirklich essen möchte...es ist eher als all-you-want-to-eat zu verstehen. die wahl zwischen hamburger, pommes, pizza, tacos und - ja - salat kostet dabei schlanke 7dollar für normalsterbliche. europäische austauschstudenten sind keine normalersterblichen, das sollte klar sein. aber jeden tag salat ist dann auf dauer doch nicht so gesund (ich weiß mutter, salat ist gesund...aber doch nicht dreimal täglich!)

Dienstag, 9. Februar 2010

6

Trier, Sommer 2009: Gisbert zu Knyphausen - Live @ Fliegende Bauten, Sonnenschein auf kühlem Parkett, barfuß in der Innenstadt, Beachvolleyball & Freibad. Jeden Tag 2 Stunden unter blauem Himmel trainieren. Traum...ein Sommer muss schon verdammt gut sein, damit man schon ein halbes Jahr später nostalgisch wird...

Letzebuerg. Sauna-oowenter...chapelier fou à metz...food for your senses, little woodstock, e-lake... rommwiss, shisha um boot an am auto - herrlich!

Was werde ich meine Jugend später vermissen!

Montag, 8. Februar 2010

fühlst du schon?

gute nacht, archive.
ich mag euch auch.
pink floyd in neu? ach was...
http://www.youtube.com/watch?v=3NTfB4kXxUQ
ist es illegal, musik von ner homepage runterzuladen?
obskure frühwerke von the notwist. meistunterschätzte band deutschlands. und neon golden.
http://www.youtube.com/watch?v=YoimXuoSNhE
soap & skin, immer wieder, immer besser. ist ja mittlerweile auch bereits 19.
http://www.youtube.com/watch?v=Yw71o2dVNTw
http://www.youtube.com/watch?v=IbzbH8ebNXo
jimmy’s clarity für kalifornische sommer
und aereogramme - motion als frühstückssong. zum mittagessen. zum einschlafen.
http://www.youtube.com/watch?v=GEutN3LKfdA
solche songs bringen mich immer wieder vor die entscheidung: plattenspieler oder nicht?
ich schlaf noch ne nacht drüber!

Mittwoch, 3. Februar 2010

"Lobenswerte Eigenschaften nennen wir Tugenden." - Aristoteles

vielleicht bin ich elitär, vielleicht bin ich arrogant –

aber manchmal vermisse ich die kultur schon ein bisschen, und freue mich auf meine rückkehr unter zivilisierte menschen.


klar, die gibts auch hier, aber hin und wieder überkommt mich dann doch der ekel.


man begegnet zu oft studenten – und ich betone, das sind nicht die gesichter aus dem unterschichtenfernsehen, das sind studenten –


die wahlweise im fahrstuhl, auf offener straße oder in der umkleide rumrülpsen, sich gegenseitig ins gesicht furzen (heute noch gesehen/gehört/gerochen)... und auf dem klo die spülung nicht betätigen (zu faul?).


frauen, das schöne geschlecht, in so enger kleidung, das man detailliert den allgemeinspeck von den geschlechtsteilen unterscheiden kann, selbst wenn man frühmorgens um 8 halbblind über den campus läuft.


und wenn sie dann mal gut aussehen, husten sie ohne auch nur einen gedanken daran zu verschwenden, dass unter umständen nicht jeder an ihren bakterien interessiert ist. die hände sind ja auch schon mit dem handy beschäftigt.


in der mensa kommt dann schon fast ein bisschen nostalgie auf – so ein lärm war zu hause in der grundschule auch immer. zurufen über 20 tische hinweg, oder seine stimmung nur mal einfach per musik aus seinem handy offenbaren...alles ganz normal. (– remember: wir sind an einer uni)


dazu noch basketball. klar, nationalsport. in der sporthalle erkennt man basketballer daran, dass sie 2 unterhosen anhaben. die trainingshose hängt unterm arsch. die äußere unterhose hängt irgendwo in der mitte. und dann irgendwo darunter findet sich noch eine, wo der name auch der funktion entspricht. den sinn der sache verstehe ich bis heute nicht. klar, fashion. style. coolness. aber ist es wirklich so cool, wenn jeder deine unterhose sieht? noch dazu, wenn man dieses konstrukt ständig überwachen muss und immer mindestens eine hand damit beschäftigt ist, den sitz zu überprüfen?


klar, das gibts auch in deutschland, klar, das gibts auch in luxemburg – aber doch nicht in dem ausmaß, nicht an einer universität.


vielleicht verbinde ich mit studentsein immer noch eine gewisse erziehung, gute manieren, stil. vielleicht erwarte ich zu viel. vielleicht ist die amerikanisierung eher eine degenerierung.

vielleicht sollten wir an unseren tugenden festhalten

und vielleicht sollten wir den amis gürtel schenken.